Herrchen und Frauchen
Das Herrchen, na ja, dazu habe ich eine Geschichte zu erzählen:
Als ich damals von meinem Vater und meinen Geschwistern abgeholt wurde, hat dieser Knallkopf mich einfach ins Auto gepackt. Die nette Frau, die dabei war, hat mich getröstet, weil ich ganz schöne Angst hatte. Die ersten zwei bis drei Monate habe ich ihn zunächst angeknurrt, denn ich fand ihn ziemlich unsympathisch. Letztendlich habe ich ihm sogar ins Auto gekotzt, weil mir die Strecke viel zu lang war und er unterwegs die Richtung geändert hat.
Mittlerweile habe ich ihm verziehen, und wir kommen gut miteinander klar. Er spielt viel und gerne mit mir, und besonders schätze ich es, dass er mit mir teilt, wenn es Butterbrote im Wohnzimmer gibt. Er ist schon ein toller Kumpel. Nur manchmal schnauzt er mich ganz schön an, obwohl ich mir keiner Schuld bewusst bin.
Morgens geht er auch gerne mit mir raus für „Teita Pipi Kack“ – dabei kann ich ihn ordentlich auf die Palme bringen! Hi hi hi! Ich mache das besonders gerne, wenn ich nicht bringe, was er mir zugeworfen hat. Das macht Laune und Spaß.
Am meisten Freude habe ich beim Agility. Das macht das Herrchen mit mir, und das ist wirklich spitzenmäßig! Da arbeite ich auch gerne mit.
Wisst ihr eigentlich, worauf ich überhaupt keinen Bock habe? Auf Unterordnung! Da wechseln sich Herrchen und Frauchen immer ab, weil Herrchen ja in Wechselschichten arbeitet. Das macht gar keinen Spaß! Immer nur „Sitz“, „Platz“, „Bleib“, „Komm“ und „Fuß“. Dabei möchte ich mich doch gerne entfalten!